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IMI-Aktuell 2026/148

Renk: Rekordergebnisse

(9. März 2026)


Mit dem Getriebehersteller Renk meldet ein weiteres Unternehmen für 2025 Rekordergebnisse. Der Umsatz sei auf 1,37 Mrd. € (+19,8 % ggü. Vorjahr) geklettert, was besonders dem (+24,0 % ggü. Vorjahr) geschuldet sei. Als Gewinn werden 230 Mio. € (+21,7% ggü. Vorjahr) angegeben. Der Dividendenvorschlag je Aktie wurde um 38% auf 0,58 € erhöht. Die weiteren Ausichten: Für 2026 wird ein Umsatz von 1,5 Mrd. € rwartet. (jw)

IMI-Aktuell 2026/147

Israel: Rüstungskooperation

(8. März 2026)


Obwohl oder womöglich gerade weil sich Israel inmitten des Krieges gegen den Iran befindet, vereinbart die Bundesregierung eine vertiefte Rüstungskoopeation, berichtet die Welt: „Angesichts des Krieges gegen den Iran stärkt Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) demonstrativ die Beziehungen Deutschlands zu Israel. […] Nach Informationen von WELT AM SONNTAG geht es dabei unter anderem um eine vertiefte Kooperation in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. […] Schon heute gibt es enge Verbindungen zwischen dem israelischen Militär und der Bundeswehr, etwa beim Aufbau eines Raketenschutzschilds in Deutschland.“ (jw)

IMI-Aktuell 2026/146

Atomwaffen: Verhalten

(6. März 2026)


Kürzlich wurde eine Vereinbarung zur französisch-deutschen Zusammenarbeit im Atomwaffenbereich geschlossen (siehe IMI-Standpunkt 2026/12). Die Begeisterung darüber bei den tief mit der strategischen Gemeinschaft vernetzten Griephan-Briefen hält sich sichtlich in Grenzen: „Eine Garantie im Wortsinne für den Genuss des französischen Nuklearschirmes möchte man für diese Länder im Élysée-Palast hierdurch bewusst nicht ausgesprochen wissen – dafür soll das Vertrauen in Paris, im richtigen Moment auch den richtigen Knopf zu drücken, ausreichen.“ (jw)

IMI-Aktuell 2026/145

Stark: Röhren-Drohne

(6. März 2026)


In einem kurzen Beitrag (der auch aus der PR-Abteilung des Unternehmens stammen könnte) berichtet das Handelsblatt, dass Stark Defence künftig auch eine Kamikazedrohnen anbieten will, „die aus Rohren abgeschossen wird“. Illustriert ist das mit einem Bild des Herstellers, das eine kleine Drohne vor Küstenlandschaft zeigt, die grob an die Drohne „Switchblade“ des US-Herstellers AeroVironment erinnert. Darüber hinaus wird ein Unternehmenssprecher zitiert, der gleich eine ganze „Familie an Produkten“ ankündigt und angedeutet, dass das Unternehmen in engem Kontakt mit dem Beschaffungsamt steht. Auf die Beteiligung Peter Thiels an Stark wird nicht eingegangen, obwohl die im Kontext des letzten Auftrags an Stark (s. IMI-Standpunkt 2026/008) für einige Aufregung gesorgt hatte.

IMI-Aktuell 2026/145

Iran-Krieg: Kosten

(6. März 2026)


Es gibt sicher eine Menge bessere Gründe, gegen den amerikanisch-israelischen Krieg gegen den Iran zu sein, aber auch die Kosten des Unterfangens sind beachtlich (zumal für eine MAGA-Bewegung, die für so etwas eigentlich keine großen Sympathien hat). Berechnungen des Center for Strategic and International Studies zufolge über die ABC berichtet sind die Kosten aufgrund der hohen Zahl verschossener Marschflugkörper vergleichsweise hoch: „The Defense Department won’t say how much Operation Epic Fury might cost, but one bipartisan think tank is putting the price tag at some $891 million a day for the first four days of the attack — or $3.7 billion total.“ (jw)

IMI-Aktuell 2026/144

Rekruten: Viele Abbrüche

(5. März 2026)


Laut dem Jahresbericht 2025 des Wehrbeauftragten, Henning Otte, bleibt die Abbruchquote bei Rekruten der Bundeswehr weiterhin hoch. So liest man: „Trotz der positiven Entwicklungen bei den Bewerbungen und Dienstantritten hat sich die Abbruchquote leider nicht verbessert. Diese betrug zum Ende des Berichtsjahres – vorläufig – 19,8 Prozent (31. Dezember 2024: 19 Prozent).“

Gleichzeitig, so das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), stieg die Anzahl derjenigen, die einen Ausbildungsplatz suchen um 19,9 Prozent, während das Ausbildungsangebot um 5 Prozent gesunken ist. Nach Regierungszielen wächst die Bundeswehr damit zu langsam. SPD-Politikerin Bettina Lugk möchte deswegen aber (noch) nicht endgültig auf eine Pflicht zurückgreifen, wie sie im Interview mit Deutschlandfunk behauptet. (mg)

IMI-Aktuell 2026/143

Schulstreik: Bilanz

(5. März 2026)


Das Bündnis „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ hat in einer ersten Pressemitteilung eine Bilanz der heutigen bundesweiten Aktionen gezogen:

„‚Gegen Wehrpflicht und alle Zwangsdienste!‘ Die bundesweiten Schulstreiks gegen Wehrpflicht und alle Zwangsdienste am 5. März 2026 waren ein großer Erfolg. Dieses Fazit zieht die Initiative „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ nach dem zweiten bundesweiten Aktionstag, an dem sich bundesweit erneut über 50.000 Schüler*innen in 150 Städten beteiligten und das trotz Repressionen und beschlossenem Gesetz. Unterstützt wurden die Schüler*innen von Eltern, Lehrer*innen, Gewerkschaften sowie durch politische Jugendorganisationen.“

Zum weiteren Vorgehen wird dort angekündigt: „Hannes Kramer von der Initiative ‚Schulstreik gegen Wehrpflicht‘ skizzierte die nächsten geplanten Schritte der Bewegung: ‚„’Das Ziel muss jetzt sein, den Kampf gegen die Wehrpflicht mit allen, die es ehrlich meinen, weiterzuführen. Das heißt in den Schulen, auch abseits der bundesweiten Aktionstage, aktiv zu werden gegen Bundeswehrauftritte und für ein Lernen für den Frieden, das heißt die Streikbewegung zu stärken und natürlich auch überall, wo wir merken, dass zu wenig Geld für unsere Bildung ausgegeben wird, klarzumachen: Das Geld ist da, es fließt aber in Rüstung und Krieg statt in unsere Zukunft– holen wir es uns zurück!'“.

In Tübingen waren gut 600 Schüler*innen, Studierende und Unterstützer*innen beteiligt. Als nächster Termin für einen Schulstreik gegen die Bundeswehr wurde der 8. Mai – der Tag der Befreiung – angekündigt.

IMI-Aktuell 2026/142

Iran: Heron TP

(5. März 2026)


Die Bundeswehr verfügt aktuell über fünf inzwischen bewaffnete Heron-TP-Drohnen des israelischen Herstellers Israel Aerospace Industries, außerdem sollen drei weitere beschafft werden (siehe IMI-Aktuell 2025/321). Israel verfügt ebenfalls über Drohnen dieser Bauart, die laut defence-network.com im aktuellen Krieg gegen den Iran eine wesentliche Rolle spielen: „Die israelischen Streitkräfte setzen Drohnenflotten für die Echtzeitüberwachung, Zielidentifizierung und Präzisionsschläge über Gebieten wie Teheran und dem Westen des Iran ein. Eine führende Drohne in dieser Operation ist die Heron TP der Israel Aerospace Industries (IAI).“ (jw)

IMI-Aktuell 2026/141

Merz-Aussage: Iran-Dammbruch

(4. März 2026)


In einem kürzlich erschienenen Interview des Nachrichtensenders ntv mit dem Völkerrechtler Matthias Goldmann wurde Merz’ Reaktion auf den Angriff von USA und Israel auf den Iran als „Dammbruch“ benannt. Dabei ist ntv, das in enger Verbindung zum privaten Medienunternehmen Bertelsmann steht, nicht gerade für seine friedenspolitische Haltung bekannt. Goldmann findet zur völkerrechtlichen Einordnung des Angriffs allerdings klare Worte, so sagt er: „Um es kurz zu machen: Das, was die USA und Israel im Iran jetzt führen, ist ein verbotener Präventivkrieg und damit völkerrechtswidrig.“

Der Bundeskanzler hatte zuvor den Angriff damit legitimiert, dass man dem Iran zuviel durchgehen lassen habe und es an der Zeit sei, grundlegende Interessen durchzusetzen (siehe IMI-Aktuell 133/2026). Goldmann ordnet dies folgendermaßen ein: „Weil andere Staaten das Geschehen genau beobachten und merken, wie selektiv Europa sich auf das Völkerrecht beruft. Wer das internationale Recht nur gegenüber Gegnern hochhält, verliert massiv an Glaubwürdigkeit.“ Und er fügt hinzu: „Das ist umso bedenklicher, als es sich hier nicht um ein kleines Scharmützel handelt, sondern um einen großangelegten Angriff, der politisch gebilligt wird, ohne dem Recht einen Wert beizumessen. Diese Reaktion von Merz und E3 auf den Iran-Angriff ist ein Dammbruch.“

IMI-Aktuell 2026/140

Iran: Deutsche gegen US-Angriff

(4. März 2026)


Laut einer Umfrage des Forschungsinstitut Forsa lehnt die deutsche Bevölkerung den völkerrechtlich umstrittenen Angriff der USA und Israels auf den Iran ab. Von den Befragten sprachen sich nur 29 Prozent für und 57 Prozent gegen den Angriff aus. Eine besonders hohe Ablehnung für den US-amerikanisch-israelischen Angriff findet sich in den ostdeutschen Bundesländern. Die Ablehnung für die massiven Militärschläge liegt hier sogar bei 73 Prozent.

Die überwiegende Haltung der deutschen Bevölkerung unterscheidet sich damit deutlich von der Position der deutschen Regierung. Friedrich Merz beteuerte gestern erneut Trump zur Seite zu stehen, was den Angriff auf den Iran betrifft und wurde dafür vom US-Präsidenten mit Lob betätschelt. (mg)

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