Erst am 1. September 2026 hatte der Menschenrechtsrat der UN einen alamierenden Bericht darüber veröffentlicht, wie internationale Netzewerke und Drittstaaten den Krieg im Sudan befeuern, u.a. indem sie illegal Waffen ins Land strömen lassen. Hervorgehoben wird dabei immer wieder die Rolle der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und deren Unterstützung der Rapid Support Forces (RSF) mit moderner Kriegstechnologie und Drohnen. Das Vorgehen der RSF im Sudan weise „Kennzeichen eines Völkermordes“ auf, so der Bericht außerdem:
„External support is sustaining these military capabilities. The mission identified a transnational network supplying the Rapid Support Forces with weapons, logistical support, training and foreign personnel, while foreign-supplied drones expanded the Sudanese Armed Forces’ long-range strike capability. Continued transfers and support amid well-documented violations raise serious concerns under international law. The concern is particularly acute where external support sustained Rapid Support Forces operations in Darfur, including El-Fasher, where the mission previously documented war crimes, crimes against humanity and conduct displaying hallmarks of genocide.“
Am 7. September hat die taz einen Artikel über den UN-Bericht veröffentlicht und fasst ihn u.a. so zusammen:
„Allein zwischen Januar und Mai dieses Jahres seien mehr als 1.000 Zivilistinnen und Zivilisten Opfer von Drohnenangriffen geworden. Zudem dokumentierten die UN-Ermittler ‚Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen, Schulen, Gotteshäuser, Märkte, Lager für Binnenvertriebene, zivile Versammlungen wie Hochzeiten und Beerdigungen sowie die Energieinfrastruktur’… Als externe Akteure, die die RSF unterstützen, werden neben den Vereinten Arabischen Emiraten auch Tschad, Libyen und die Region Puntland in Somalia genannt. Letzte fungieren als Transitgebiete; Einzelpersonen und Netzwerke in den Emiraten liefern darüber gezielt Waffensysteme an die RSF.“
Am heutigen Donnerstag, den 10. September soll dessen ungeachtet der Präsident der VAE, Muhammad bin Zayid Al Nahyan, mit militärischen Ehren in Berlin empfangen werden. Geplant ist im Rahmen seines Besuches auch ein Rüstungs-Roundtable, organisiert durch das deutsche Wirtschafts- und Verteidigungsministerium, welche „die deutsche Sicherheits- und Verteidigungsindustrie zu mehr Kooperation mit den VAE anregen“ wollen, so table.media. Auch TRT Deutsch schreibt über das Treffen und merkt an: „Die Regeln für den Export bestimmter Rüstungsgüter hatte Deutschland im Zuge des US-israelischen Angriffskriegs für die Emirate und weitere Golfstaaten sowie für die Ukraine im März bereits gelockert.“
Nicht dass die militärische Unterstützung von Völkermord-ähnlichen Grausamkeiten noch zur kriegstüchtigen deutschen Gewohnheit bei der „Verteidigung der regelbasierten Ordnung“ wird…
