IMI-Aktuell 2026/134

So geht der Weg in den Krieg

von: 3. März 2026

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Der FAZ ist man in Deutschland zu zögerlich. Erst einmal findet man es gut, dass der Kanzler, die andere nicht belehren will und dass er noch über das Völkerrecht nachdenkt, kurzum, niemanden (außer den Iran) davon abhalten möchte, Kriege anzufangen (siehe IMI-Aktuell 133/2026). Aber …

Man sollte dann doch auch so konsequent sein, über eigene Atomwaffen nachzudenken – gemeint ist, sie anzuschaffen – denn schließlich sei der 2+4 –Vertrag doch mehr oder minder Makulatur geworden: „Eine Bindung, die unter völlig anderen Umständen eingegangen wurde, sollte heute nicht existenzbedrohend wirken. Darüber muss man reden. Gern auch mit den Verbündeten.“

Das blendet die Geschichte dieses Vertrages, die der deutschen Wiedervereinigung und auch die Geschichte der Änderung der „Umstände“ aus, ist zutiefst revanchistisch und negiert alle Perspektiven einer Friedensordnung, die nicht auf der Bedrohung anderer basiert. Frei nach dem Motto: Wenn mein „Gegner“ nicht klein beigibt, so habe ich alles Recht mir so viele Waffen zuzulegen, damit ich ihn töten kann.

Unter diesem Aspekt ist die Wehrpflichtdebatte, eine über die notwendige Anzahl von Frontsoldaten. (as)