IMI-Aktuell 2025/005

Grönland: Europäische Truppen?

von: 10. Januar 2026

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Grönland steht schon länger auf der Speisekarte von US-Präsident Donald Trump (siehe IMI-Analyse 2025/12). Angesichts der nochmal deutlich verschärften Drohungen in jüngster Zeit versuchen nun diverse Kommentatoren aus der Not eine Tugend zu machen. Argumentiert wird dabei, die US-Ansprüche müssten zurückgewiesen, den artikulierten Sicherheitsbedenken der USA aber durch die Stationierung eigener Truppen entsprochen werden. In der Europäischen Sicherheit & Technik heißt es etwas: „Es wird höchste Zeit, die gemeinsamen Interessen Europas und der USA in der Arktis herauszuarbeiten. Sie sind ohne Zweifel vorhanden. Grönland ist NATO-Territorium. Die Sicherheitsansprüche Amerikas sind nachvollziehbar, das aggressive Auftreten Chinas und Russlands ist auch eine Bedrohung für Europa. Die westliche Allianz sollte ihrer Führungsmacht Amerika anbieten, sich zusammen für die Sicherheit im Norden einzusetzen. Das wäre ein starkes Signal in Richtung Moskau und Peking.“UPDATE: Augenscheinlich wird darüber bereits auf staatlicher Ebene diskutiert, berichtet Spiegel Online: „Mehrere Mitgliedstaaten der Nato drängen auf eine stärkere militärische Präsenz in der Arktis. Hintergrund sind jüngste Äußerungen der US-Regierung zu Grönland. Diplomaten zufolge wird ein Überwachungseinsatz mit dem Namen »Arctic Sentry« geprüft, zu Deutsch: »Wächter der Arktis«.“ (jw)