IMI-Aktuell 2017/523

Reinke, mal wieder

von: 28. August 2017

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Oberfähnrich zur See Nariman Reinke, Vorsitzende des Vereins Deutscher Soldat, hat sich ja bereits in der Talkshow Dunja Hayali (siehe IMI-Aktuell 2017/460 und 2017/464) neulich als vehemente Fürsprecherin von Auslandseinsätzen und Aufrüstung ganz im Sinne des Bundesverteidigungsministeriums hervorgetan. Nun hat sie wohl ein Gespräch mit BamS-Redakteur Nils Mertens geführt, aus dem dieser ausführlich in der direkten Rede zitiert. Argumente finden sich darin keine, außer halt: „Es ist naiv zu glauben, man könne in Bürgerkriegsregionen Entwicklungshilfe ohne Militär machen. Das geht nur mit Schutz“. Deshalb brauche es „Politiker mit Rückgrat, die uns den Rücken freihalten“. Und natürlich Kampfdrohnen in Mali, bessere Unterkünfte, „funktionierende Toiletten, Duschen und Klimaanlagen.“ Dass die USA nun wieder mehr Truppen nach Afghanistan schicken wollen, findet Reinke „gut“ obwohl sie „gegen Donald Trump“ ist, weil: „Wir können unsere afghanischen Freunde und Kameraden in der jetzigen instabilen Phase nicht plötzlich allein lassen.“
Dass Politiker in einer Demokratie eigentlich die Interessen ihrer Wähler_innen vertreten sollen und nicht nur die des Militärs und dass der Verteidigungshaushalt nunmal auch irgendwie begrenzt ist, scheint ihr gar nicht in den Sinn zu kommen. Der Bild am Sonntag übrigens auch nicht.

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