IMI-Aktuell 2017/215

Syrien: Zynisches Kalkül

von: 18. April 2017

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Syrien unter Machthaber Assad als Verbündeten der erklärten US-Feinde Iran und Hisbollah zu beseitigen, wurde verschiedentlich – so etwa von US-Senator John McCain – als US-Ziel ausgegeben. Sollte der Sturz Assads fehlschlagen, so könnte, so etwa Spekulationen des privaten Nachrichtendienstes Strategic Forecast, ein fortdauernder Bürgerkrieg in Syrien aus US-Sicht die „zweitbeste“ Option darstellen (siehe IMI-Analyse 2013/27). Genauso argumentiert aktuell der prominente Chefkolumnist der New York Times, Thomas Friedman. Die USA sollten die Bekämpfung des Islamischen Staates einstellen und zuschauen, wie sich IS auf der einen Seite und syrische Regierungstruppen, Hisbollah und der Iran auf der anderen „gegenseitig abschlachten“, um Henry Kissinger zu paraphrasieren. Wörtlich schrieb Friedman in der New York Times (Artikel hinter Paywall, ganzes Zitat bei Fairness & Accuracy in Reporting): „Why should our goal right now be to defeat the Islamic State in Syria? […] We could simply back off fighting territorial ISIS in Syria and make it entirely a problem for Iran, Russia, Hezbollah and Assad.“ (jw)

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