Buch:

NATO: Aufmarsch gegen Russland

oder wie ein neuer Kalter Krieg entfacht wird

von: 7. Dezember 2016

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IMI-Vorstand Jürgen Wagner hat soeben das neue Buch „NATO: Aufmarsch gegen Russland“ (BEBUG Berlin, 208S.) veröffentlicht, das zum Preis von 9,99 Euro (inkl. Porto) unter imi@imi-online.de bestellt werden kann.

Hier eine kurze Inhaltsangabe, gefolgt vom Inhaltsverzeichnis des Buches:

 

Nach dem offiziellen Ende der Blockkonfrontation mutierte die NATO von einem – formal – auf die Landesverteidigung ausgerichteten Militärbündnis zu einem globalen Kriegsakteur. Beim Versuch, das weltweite Gewaltmonopol an sich zu reißen, hinterließ sie in zahlreichen Ländern eine blutige Spur aus Chaos und Zerstörung. Parallel dazu ging sie auf einen antirussischen Expansionskurs, um so die westliche Vorherrschaft auf Dauer zu zementieren. Spätestens seit der Ukraine-Krise ist das belastete westlich-russische Verhältnis in einem Ausmaß eskaliert, dass es nicht mehr übertrieben scheint, von einem neuen Kalten Krieg zu sprechen. Die NATO reagiert hierauf mit einer massiven Aufrüstung ihrer Ostflanke, verfolgt aber auch in anderen Regionen eine aggressive antirussische Politik. Bei diesem hochriskanten Spiel mit dem Feuer reklamiert die Bundesrepublik eine Führungsrolle für sich und befindet sich damit bei den Auseinandersetzungen mit Russland an vorderster Front. Dies betrifft nicht zuletzt auch jüngste Bestrebungen, eine massive Militarisierung der Europäischen Union voranzutreiben. Das Buch setzt sich kritisch mit den Konturen, zentralen Schauplätzen und Triebfedern dieses neuen Kalten Krieges auseinander.

INHALTSVERZEICHNIS

Einleitung

1. US-NATO-Strategie: Intervention – Expansion – Kollision
1.1 No-Rivals-Plan: Strategie der US-Vorherrschaft
1.2 Umbau zum Interventionsbündnis
1.3 Jugoslawien: Die Neoliberale Eroberung der Südostflanke
1.4 Lackmustest Afghanistan– Krieg ohne Ende
1.5 Der Kalte Krieg, der nie zu Ende ging
1.6 Anti-russischer Expansionskurs

2. Von der Pax Americana zur Pax Transatlantica
2.1 Russlands Roll Back
2.2 Transatlantische Krisensymptome
2.3 Transatlantischer New Deal?
2.4 Staatskapitalismus vs. Neoliberalismus

3. EUropas komplementäre Expansionsstrategie
3.1 Imperiales Raumkonzept: Expansion und Militarisierung
3.2 Expansionsphase I: EU-Osterweiterung
3.3 Expansionsphase II: EUropas imperiale Nachbarschaftspolitik
3.4 Grenzen der Militarisierung
3.5 Libyen: EUropas politisch-militärischer Offenbarungseid

4. Ukraine-Krise und die Aufrüstung der NATO-Ostflanke
4.1 Showdown in der Ukraine
4.2 Ultraschnelle Eingreiftruppe
4.3 Manöver in den Neuen Kalten Krieg
4.4 Verstärkte Vorwärtspräsenz an der Ostflanke

5. 360-Grad-NATO: Konfrontation auf allen Ebenen
5.1 Die Südflanke im Visier
5.2 GIUK-Lücke, Arktis und der Hohe Norden
5.3 Hybride Kriegsführung: Kampf um den Cyber- und Informationsraum
5.4 Der Westen muss bis Russland reichen?

6. Atomare Muskelspiele
6.1 Die Aufwertung von Atomwaffen
6.2 Nukleare Teilhabe: Neue Nachrüstung?
6.3 Erstschlagfähigkeit: Nuklearschwert …
6.4 … und Raketenschild
6.5 Rüstungsspirale statt Rüstungskontrolle
6.6 Würfelspiel mit der Katastrophe

7. Unter Brüdern: Deutschland der eigennützige Komplize
7.1 Zurückhaltung vs. Intervention
7.2 Geschichte wird gemacht: Neue Macht – Neue Verantwortung
7.3 Von Gauck zum Weißbuch
7.4 Krieg gegen die Bevölkerung
7.5 Agenda Rüstung
7.6 Deutschland und die USA: Pack schlägt sich…
7.7 Führungsmacht Deutschland

8. EU-Rüstungsoffensive und Transatlantischer Schulterschluss
8.1 Trendwende in der Rüstungsfinanzierung
8.2 EUropas Globalstrategie: Autonome Kriegführung mit US-Plazet
8.3 Brexit und „Bratislawa-Agenda“
8.4 Wirtschafts-NATO: Die geopolitische Dimension von TTIP
8.5 Umsetzungshindernisse

9. Der Neue Kalte Krieg als Selbsterfüllende Prophezeiung

Anmerkungen

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