IMI-Aktuell 2013/379

ALBAs Syrien-Position

von: 17. September 2013

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Am 7. und 8. September tagten die Außenminister des lateinamerikanischen ALBA-Bündnisses („Bolivarianische Alternative für die Völker unseres Amerikas“, Mitglieder: Antigua y Barbuda, Bolivien, Dominica, Ecuador, Kuba, Nicaragua, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Venezuela) in Caracas. Bei diesem Treffen wurde jegliche kriegerische Intervention in Syrien strikt verurteilt, da diese nur der Absicherung von US-Interessen dienen würde. Eine gemeinsam verfasste Resolution endet mit dem Appell „die Normen und Prinzipien des Völkerrechts zu respektieren ‚und von jeder Art von Angriff und Drohung gegen Syrien abzusehen'“. Diese Thematik gewann durch das Gedenken an das 40. Jahrestag des Putsches gegen den damaligen chilenischen Präsidenten Salvador Allende am 11. September 1973 noch an symbolischer Bedeutung.

Die ALBA-Staaten schickten zudem 6,5 Tonnen Hilfsgüter (Wasser, Decken, Medizin) für syrische Kriegsopfer in das Krisengebiet. Nach der Einigung der USA mit Russland zur Kontrolle syrischer Chemiewaffen äußerte sich der ehemalige kubanische Staatschef Fidel Castro lobend über Russland. Dessen „intelligenter Initiative“ sei es zu verdanken, dass es zu keiner Verstärkung der Kriegshandlungen in Syrien kommt und darüber hinaus kein größerer internationaler Konflikt entsteht. (mp)

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