Als „Drehtür“ wird die Wechselei von Politiker*innen in die Rüstungsindustrie bezeichnet (umgekehrt passiert es eher seltener, kommt aber auch vor). Mit der Menge des kursierenden Geldes scheinen dabei auch die Schamfristen kürzer zu werden. Jedenfalls wechselt nun laut Spiegel Online eine Topkraft aus dem Merz-Kanzleramt zum Drohnenhersteller Stark, der erst Ende Februar einen großen Auftrag für den Bau von Kamikaze-Drohnen für die Bundeswehr an Land gezogen hat (siehe IMI-Standpunkt 2026/008). „Das Berliner Rüstungs-Start-up Stark Defense verstärkt sich personell mit einer Einwechslung aus Friedrich Merz’ Regierungszentrale, dem Bundeskanzleramt. Nach SPIEGEL-Informationen will die Juristin Marie Theres Niedermaier aus der Politik zu dem rasant wachsenden Produzenten von sogenannten Kamikazedrohnen wechseln, der gerade erst einen Großauftrag der Bundeswehr an Land gezogen hat.“ (jw)
