IMI-Aktuell 2026/436

Unterstützen USA genozidale RSF?

von: 24. Juli 2026

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Eine Recherche von Reuters brachte kürzlich eine wahrscheinliche Unterstützung eines militärnahen US-amerikanischen Unternehmens für die genozidale Miliz Rapid Support Forces (RSF) zutage. Mehrere Boeing-Flugzeuge einer Firma des US-Spezialeinsatzkräfte-Veterans Steven Shaulis flogen mehrfach bekannte Logistikknotenpunkte der RSF im Tschad, Libyen und Somalia an. Dies sei teils kurz vor kritischen militärischen Auseinandersetzungen geschehen. Auch eine Boeing, die das sudanesische Militär im Mai 2025 im von der RSF kontrollierten Gebiet in Darfur bombardierte und dabei Berichten zufolge 51 RSF-Kämpfer tötete, soll Verbindungen zu der Firma gehabt haben und die Fährte offen gelegt haben. Bei der Einnahme größerer Städte in Darfur, besonders in el-Geneina und el-Fashir, haben die RSF teils zehntausende Zivilist:innen hauptsächlich von als nicht-arabische, afrikanische zugeschriebenen Ethnien in genozidalen Massakern getötet und verscharrt.

Die Firma des US-Veterans hat das US-Militär seit Jahrzehnten in verschiedenen Auslandseinsätzen als Dienstleister unterstützt und auch Aufträge bei UN-Einsätzen. Sie ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten registriert, die die RSF nachgewiesenermaßen unterstützen. Die US-Regierung hat zwar Anfang des Jahres erneut Führungspersonen der Miliz sanktioniert, nun stellt sich allerdings die Frage, ob hinter den Kulissen auch eine Unterstützung oder zumindest eine Akzeptanz der Unterstützung aus den USA durch die Regierung besteht. (pf)