Die wirtschaftlichen Positiveffekte von Rüstungsausgaben schönzurechnen geschieht derzeit häufig (siehe IMI-Standpunkt 2025/008). Richtig kreativ ist dabei eine neue Studie von EY und DekaBank, über die die WirtschaftsWoche berichtet. Mit all ihren Prognosen liegt sie weit am oberen Rand der vorliegenden Einschätzungen. Etwa mit der Hoffnung, dass der Rüstungsboom 723.000 neue Arbeitsplätze schaffen und das Wirtschaftswachstum um 1,5 Prozent steigern werde. Selbst wenn das alles stimmen würde – wie gesagt, fast alle Studien, etwa die von Krebs, Tom/Kaczmarczyk, Patrick, Volkswirtschaftler der Universität Mannheim, kommen auf weitaus niedrigere Ergebnisse.
Doch selbst wenn die optimistischen Prognosen zutreffen würden, richtig ärgerlich wird es, wenn abschließend dann triumphierend verkündet wird, die würde zu steuerlichen Mehreinnahmen von 17,2 Mrd. Euro führen – bei Militärausgaben, die im Jahr 2030 die 200-Mrd.-Euro-Marke knacken sollen, ist das abseits aller sonstiger Bedenken jedenfalls auch kein echter Trost! (jw)
