Symptomatisch für die Verschiebung hin in Richtung Kriegswirtschaft war die Anfang vorigen Jahres verkündete Übermache des Görlitzer Alstrom-Werkes, wo 175 Jahre Züge gebaut wurden, durch den Panzerbauer KNDS (siehe IMI-Analyse 2025/01). Wie die Europäische Sicherheit & Technik meldet, ist der Umbau in vollem Gange. Von nun an werden in Görlitz auch Besatzungskabinen für das Geschützte Transportfahrzeug (GTF 3 8×8) der Bundeswehr gebaut. Schon seit einiger Zeit würden Wannen und Turmgehäuse für den Kampfpanzer Leopard 2 und auch Teile für den Radpanzers Boxer im ehemaligen Alstrom-Werk gefertigt. Inzwischen sei bereits die Hälfte der insgesamt 70.000 Quadratmeter rüstungsindustriell „umgewidmet“ worden, die Zahl der Beschäftigten soll auf 400 steigen. Damit habe sich „Görlitz innerhalb kürzester Zeit zu einer tragenden Säule für den Produktionshochlauf von KNDS entwickelt“, so die ESUT. (jw)
