Daniel Hornuff, Kulturwissenschaftler und Professor an der Kunsthochschule Kassel, hat im transcript-Verlag das Buch „Krieg als Lifestyle? Ein Plädoyer gegen die Medienoffensive der Bundeswehr“ veröffentlicht. Darin analysiert er nicht nur die Ästhetik der Bundeswehr-Werbung und die darin enthaltenen Versprechen und Vorstellungen von „Sicherheitspolitik“ bzw. „Frieden“, sondern fordert auch ein gesetzliches Verbot solcher Werbung. Die HNA hat nun ein ausführliches Interview mit ihm geführt, in dem er außerdem ein „ein generelles Betretungsverbot der Bundeswehr an Schulen“ fordert. Zugleich spricht er sich jedoch angesichts der „Bedrohungslage“ für „eine allgemeine Musterungspflicht für alle 18-jährigen Deutschen“ aus und schließt persönlich auch „nicht grundsätzlich aus, mein Land, in dem ich lebe, dessen Bürger ich bin, dessen Freiheits- und Grundrechte ich in Anspruch nehme, auch mit der Waffe zu verteidigen“.
