IMI-Aktuell 2026/293

F-126: „Angebot“ von Rheinmetall

von: 7. Mai 2026

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Unter Führung der niederländischen Damen Shipyards Group ist der Bau der F-126-Fregatte in erhebliche Schwierigkeiten geraten. Bewilligt wurden dafür zunächst 2020 rund sechs Mrd. Euro für den Bau von vier Fregatten. 2024 wurden noch einmal 3,1 Mrd. Euro für zwei weitere Schiffe freigegeben. Als aussichtsreichster neuer Hauptauftragnehmer gilt nun Rheinmetall, das erst kürzlich für geschätzte 1,5 bis 2 Mrd. Euro Naval Vessels Lürssen (NVL) übernommen hat (siehe IMI-Analyse 2025/31).

Nun habe Rheinmetall Naval Systems sein „Angebot“ für die Übernahme des F-126-Programms eingereicht haben, berichtet das Managermagazin. Zusätzlich zu den bereits verausgabten zwei Mrd. Euro will Rheinmetall dafür zwölf Mrd. Euro, die Gesamtsumme würde also auf 14 Mrd. Euro steigen. Erste Schiffe sollen nicht mehr wie ursprünglich geplant 2028, sondern eher 2032 ausgeliefert werden. Doch damit nicht genug: Im Angebot sei eine Inflationsklausel enthalten, mit der der Preis an den tatsächlichen Liefertermine gekoppelt werde, so das Managermagazin weiter. Verspätet sich der Konzern wie üblich bei der Lieferung, steigt also der Preis!

Es steht zu hoffen, dass dieses „Angebot“ abgelehnt und – da von einer grundsätzlichen Ablehnung nicht auszugehen ist – wenigstens auf die kleineren aber deutlich günstigeren MEKO-Fregatten von TKMS gesetzt wird. Update: Im Laufe des Projekts sollen die Preise für die ersten vier Fregatten auf 6,72 Mrd. Euro gestiegen sein. Update II: Laut Spiegel Online soll Rheinmetall sogar 12,8 Mrd. Euro verlangen. (jw)