Interessant, was der französische General Charles Beaudouin im Interview mit Bruxelles2 zur Zukunft des französischen Panzerbaus sagt. Er erachtet das deutsch-französische Panzerprojekt MGCS zumindest in der jetzigen Form für tot (u.a. da die Architektur die neuen Entwicklungen nicht berücksichtige), es müsse gründlich überarbeitet werden. Dadurch würde sich eine Auslieferung aber in jedem Fall so lange hinziehen, dass in jedem Fall ein „Brückenpanzer“ erforderlich wäre. Dafür sieht aber auch keine Option für eine nationale Fortentwicklung des Leclerq (zu teuer) und bringt stattdessen tatsächlich einen Ankauf von Leopard 2 ins Spiel. Auf die Frage, ob dies eine Option sei, antwortete er (übersetzt mit deepl): „Das ist derzeit die einzige Möglichkeit, einen Panzer ‚von der Stange‘ zu kaufen. Wenn wir Klarheit darüber haben, wie viele Leopard-Panzer uns geliefert werden, ist das durchaus denkbar.“ Zweifellos müsse ein solcher Schritt erheblich versüßt werden, so Beaudouin weiter, wofür er den deutschen Ankauf anderer Rüstungsgüter ins Spiel bringt. (jw)
