IMI-Aktuell 2026/211

Atomwaffen: Baltische Neun

von: 4. April 2026

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Sollte eine Ausweitung des französisch-britischen Nuklearpotenzials scheitern könnte der Bau von 300 bis 400 Atomwaffen der baltischen Neun erwogen werden, so Joachim Krause, der stets im Hardcore-Lager auffindbare Ex-Chef des ISPK in der Europäischen Sicherheit & Technik: „Im Gespräch sind vor allem die „baltischen Neun“: Deutschland, Polen, Litauen, Lettland, Estland, Finnland, Schweden, Norwegen und Dänemark. Diese müssten nicht nur etwa 300 bis 400 Kernwaffen herstellen, sondern auch ein völlig neues Arsenal an Trägersystemen, eine weitgehend unverwundbare nukleartechnische und militärische Infrastruktur sowie Führungs- und Kontrolleinrichtungen. […] Mit dem Austritt dieser neun Staaten aus dem NVV wäre im Sinne der Rüstungskontrolle ein bedenkliches Signal gesetzt. Aber wenn die Sicherheitslage so ist, dass Rüstungskontrolle keine Sicherheit mehr bietet, dann geht es nicht anders.“ (jw)