IMI-Aktuell 2026/191

Nrbg: Feldjäger an Uni

von: 25. März 2026

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Der AK selbstorganisierte Studierende berichtet in einer Mail von einer kleinen Bildungsmesse, antimilitaristischem Protest und dem anschließenden Einmarsch der Feldjäger auf das Unigelände:

„Diesen Dienstag, den 24. März 2026, veranstaltet die Fakultät Betriebswirtschaftslehre der TH Nürnberg ihren halbjährlichen ‚Career Day‘. Dabei eingeladen sind dieses Mal erneut sowohl die Bundewehr, als auch die Firma Diehl, welche durch ihre Tochterfirma Diehl Defence direkt von Kriegen in aller Welt profitiert. Wie schon bei den letzten beiden Durchführungen des „Career Days“ vor einem Jahr und vor 6 Monaten, kam es wieder zu energischen und meinungsstarken Protesten von Studierenden des AK Selbst organisierte Studierende (SOS) und solidarischen Mitstreitenden. Gegen 13:12 Uhr legten sich über 20 Personen mit ‚Blut‘ verschmierten T-Shirts auf den Boden vor den Stand der Bundeswehr und schwiegen, während eine Person über ein Megaphon eine Rede hielt. Es wurde unter Anderem die Komplizenschaft der anwesenden militärischen Akteure an imperialistischer Gewalt durch Israel, sowie die negativen Auswirkungen auf die Bevölkerung durch steigende Militärausgaben, kritisiert. […]

Gegen Ende der Mittagspause rückten plötzlich Feldjäger*innen an. Im Moment ist noch unklar, ob diese als Reaktion auf den Protest geschickt wurden, die Teilnehmenden gehen aber davon aus, dass das ganze eine Einschüchterungsmaßnahme sein sollte. Die Feldjäger*innen sind eigentlich quasi eine militärinterne Polizei, die zum Schutz der Bundeswehr gedacht ist. Dass diese in einer Hochschule auftaucht, ist extrem unüblich und ein klarer Schritt der Normalisierung von Militarismus in zivilen Räumen. Einerseits sind die Studierenden schockiert von diesem neuen Eskalationsschritt, andererseits fühlen sie sich fast geschmeichelt, da das zeigt, dass der Protest offensichtlich Wirkung zeigt.“