IMI-Aktuell 2026/179

Grönland: Stolperdraht

von: 20. März 2026

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Wie ernst die US-Drohungen gegen Grönland genommen wurden, zeigt, dass Arctic Sentry, in dessen Rahmen auch deutsche Soldat*innen entsendet wurden, wohl keineswegs wie offiziell verkündet eine reine Erkundungsmission war. Augengeradeaus zitiert einen Bericht des dänischen Rundfunks: Als dänische Soldaten im Januar dieses Jahres in aller Eile nach Grönland geflogen wurden, hatten sie Sprengstoff dabei, um unter anderem die Landebahnen in Nuuk und Kangerlussuaq zu zerstören. Dies sollte verhindern, dass US-Militärflugzeuge Soldaten auf der Insel absetzen, falls Präsident Donald Trump im Extremfall beschließen sollte, Grönland mit Gewalt zu erobern. Mit an Bord war auch Blut aus dänischen Blutbanken, damit Verwundete im Falle eines Kampfes behandelt werden konnten. (…) Das Ziel, Soldaten auf grönländischem Boden zu stationieren – mit so vielen verschiedenen Flaggen auf den Schultern wie möglich –, bestand laut sechs der Quellen darin, dass die Amerikaner zu einer größeren feindlichen Handlung gezwungen wären, sollte Donald Trump tatsächlich versuchen, Grönland militärisch zu besetzen. Das sollte die USA davon abhalten, es überhaupt zu versuchen.“ (jw)