Wenn man eine Person benennen sollte, die in militärischer Rolle die größte Verantwortung für das aktuelle Kriegschaos im „Nahen und Mittleren Osten“ trägt, dann wäre das vielleicht David Petaeus, der in führenden Funktionen die US-Militäreinsätze in Irak und Afghanistan mitgestaltet hat. Heute ist er für die allgegenwärtige US-Beteiligungsgesellschaft KKR & Co. tätig und hat nun in der Foreign Policy einen Text über die Kriegführung der Zukunft unter dem Titel „The Autonomous Battlefield“ veröffentlicht.
Man kann nur hoffen, dass hier die Fantasie mit ihm durchgeht, denn Petraeus geht hier davon aus, dass man kurz davor stehe, dass autonome Waffensysteme in Verbänden wie Zügen oder gar Bataillonen ohne menschliche Steuerung eingesetzt werden. Die Herausforderung bestehe nun darin, die militärische Doktrin entsprechend weiterzuentwickeln und Militärs dafür auszubilden, die richtigen Rahmenbedingungen für solche Schwärme zu definieren. Sehr klar kommt in dem Beitrag auch zum Ausdruck, dass man aus den Kriegen in der Ukraine und Gaza lernen müsse – und eigentlich kontinuierlich solche Kriege braucht, um weiter zu „lernen“.
