Das Wirtschaftsmagazin „Surplus“ hat Franz Enders, Verfasser der IMI-Studie „Neue Waffen, neues Geld? ‚Defence-Startups‘ in der BRD“ (IMI-Studie 2025/02) zur Beschaffung von Kamikazedrohnen und den dahinterstehenden Startups interviewt. In der Einleitung des Interviews heißt es:
„Ein Paradigmenwechsel in der deutschen Rüstungsbeschaffung, der Fragen aufwirft: Wer sind diese Unternehmen, und welche Rolle spielt die Disruption durch Künstliche Intelligenz im Kriegsgeschehen? Die Informationsstelle Militarisierung (IMI) in Tübingen monitort schon seit den 1990er Jahren Aufrüstung in Deutschland – und beobachtet den Aufstieg der »Defence Startups« kritisch.“
Auf die Frage, was es für solche Geschäftsmodelle bedeute, wenn der Krieg in der Ukraine ende, antwortet Enders:
„Das ist tatsächlich ein Problem für diese Unternehmen. Wenn Kriege enden, müssen Rüstungsunternehmen neue Konflikte finden, in die sie ihre Produkte liefern können. Der Vorteil traditioneller Rüstungsunternehmen mit langen Herstellungs- und Innovationszyklen ist, dass Panzer gut eingelagert werden können. Drohnen hingegen sind nach kurzer Zeit veraltet. Die Startups setzen daher gerade noch sehr darauf, in der öffentlichen Agitation zu betonen, dass an der Front in der Ukraine noch viel zu tun sei. Gleichzeitig arbeiten sie mit Grenzbehörden zusammen. Trotzdem könnte dieser steile Höhenflug, den sie gerade hinlegen, ein Ende haben, wenn der Ukraine-Krieg tatsächlich irgendwann eingefroren oder vorbei sein sollte.“
