Die gemeinsame Entwicklung einer bewaffnungsfähigen Eurodrohne (MALE RPAS) durch Deutschland, Spanien, Italien und Frankreich galt einmal als einer der „hoffnungsvollsten“ länderübergreifenden EU-Rüstungsprojekte (siehe IMI-Studie 2016/01). Allerdings lief die Entwicklung alles andere als reibungslos: Bereits im letzten Rüstungsbericht des Verteidigungsministeriums vom April 2024 war von einer Verspätung von 18 Monaten und Kostensteigerungen von 1,3 Mrd. Euro die Rede. Nun scheint es noch dicker zu kommen: Laut challenges.fr steht Frankreich nämlich vor einem Ausstieg aus dem Programm (übersetzt mit deepl.com): „Frankreich verhandelt mit seinen drei Partnern Deutschland, Italien und Spanien über seinen Ausstieg aus dem Eurodrone-Programm. Diese, die das Projekt fortsetzen wollen, haben die Kosten für die Fortsetzung ohne Frankreich bereits auf über 700 Millionen Euro beziffert. […] Laut mehreren von Challenges befragten Quellen verhandelt Frankreich, das keinen Nutzen mehr in einem Fluggerät sieht, das als zu groß und für Konflikte hoher Intensität ungeeignet gilt“. (jw)
