Loyal, das Magazin des Reservistenverbandes, stimmt mal wieder die Bevölkerung auf den Krieg ein – diesmal durch ein Interview mit Oberst Armin Schaus, Abteilungsleiter „Zivil-militärische Zusammenarbeit“ im Operativen Führungskommando in Berlin unter dem Titel: „Wir rechnen nicht mit Panzerschlachten auf deutschem Staatsgebiet“. Im Interview selbst klingt das dann so:
„Anders als im Kalten Krieg werden wir kein Frontstaat sein. Wir rechnen also nicht mit Panzerschlachten auf deutschem Staatsgebiet und auch nicht mit großflächigen Bombardierungen von deutschen Städten. Wir haben im Osten schlagkräftige Partnerstaaten, mit denen wir gemeinsam die russische Aggression aufhalten können. Dazu müssen wir aber in der Lage sein, schnell große Truppenverbände durch Deutschland an die Ostflanke zu führen – und das ist eine unserer Hauptaufgaben, die auch im Operationsplan Deutschland so definiert ist.“
Schauss berichtet auch, wie seine Abteilung mit „Unternehmen und Vertreter[n] von Kommunen, die wir für den Truppentransit brauchen“ zusammenarbeitet, um den geheimen Operationsplan Deutschland (Oplan) umszusetzen. Als konkretes Beispiel nennt er Rheinmetall:
„Zum Beispiel haben wir mit dem Unternehmen Rheinmetall Projects Solutions einen Vertrag geschlossen, damit es uns im Ernstfall sogenannte Convoy Support Center entlang der Transitroute einrichtet. Dort können Soldatinnen und Soldaten schlafen, etwas essen, Fahrzeuge können betankt oder kleinere Reparaturen durchgeführt werden. Auch mit anderen Unternehmen haben wir Kooperations- und Vorhalteverträge geschlossen, etwa falls wir sonstige logistische Unterstützung, oder Infrastruktur wie Lagerhallen benötigen. Mit welchen Unternehmen wir was genau vereinbart haben, ist natürlich geheim.“
