Das Online-Magazin German-Foreign-Policy veröffentlichte kürzlich eine Analyse, warum die USA die Kontrolle über gerade das venezolanische Öl sucht, wie es dieses eigentlich nahezu stiehlt und welche Kräfte andererseits auch innerhalb der USA skeptisch gegenüber Trumps Herangehensweise hier sind. Ursache sei einerseits, „dass zahlreiche US-Raffinerien am Golf von Mexiko vor Jahrzehnten für die Nutzung schweren Öls nicht zuletzt aus Venezuela optimiert wurden.“ Zudem würde nicht nur dem Iran mit dem Eingriff gedroht, auch Beijing wüchsen so Sorgen, „Washington könne „China von der Versorgung mit Öl und anderen strategischen Rohstoffen“ aus Lateinamerika „abschneiden“.“ Die Einnahmen aus den Ölverkäufen würden von den USA „auf Konten in Qatar unter US-Kontrolle geparkt. Das US-Finanzministerium überwacht die Mittel und entscheidet über die Nutzung, entmachtet also Venezuelas Regierung.“
Demhingegen seien die US-amerikanischen Ölunternehmen einerseits schon nicht sehr offen gegenüber Investitionen in die venezolanische Infrastruktur, da der Ölpreis zur Zeit durch ein Überangebot zu niedrig wäre, und andererseits, da die heimische Produktion besonders durch teures Fracking geschehe und noch mehr Angebot nicht vertragen könne.
