Die „Cyberagentur“ in Halle, die im Auftrag des Innen- und Verteidigungsministeriums „disruptive Risikoforschung“ in „sicherheitsrelevanten“ Technologiefeldern anstoßen soll, hat in einer Pressemitteilung (hier beim „Informationsdienst Wissenschaft“, idw) zu einem „virtuellen Partnering-Event“ eingeladen, in dem das Projekt „Forschungsplattform zur Untersuchung von Desinformation in der virtuellen Realität (FoUnD-VR)“ vorgestellt werden soll. Zu dessen Inhalt wird ausgeführt:
„Während Desinformation bislang vor allem im Kontext sozialer Netzwerke, klassischer Online-Medien und Messenger-Dienste untersucht wird, eröffnen Virtual-, Augmented- und Extended-Reality-Anwendungen eine neue Dimension der Beeinflussung. In begehbaren, dreidimensionalen Umgebungen verschmelzen visuelle, auditive und perspektivisch auch haptische Reize zu einem hochgradig immersiven Erleben. Dadurch entstehen Manipulationsmöglichkeiten, die von täuschend echten Avataren über Deep-Fake-Interaktionen bis hin zu subtil veränderten virtuellen Räumen reichen – mit potenziell erheblicher Wirkung auf Wahrnehmung, Einstellungen und Entscheidungen der Nutzenden. Hier setzt FoUnD-VR bewusst einen neuen Akzent: Das Forschungsprogramm zielt auf den Aufbau einer virtuellen Forschungs- und Testumgebung, in der Desinformation in neuartigen XR-Räumen erstmals systematisch analysiert werden kann. […] Die Plattform soll es ermöglichen, bislang unbekannte Desinformationsformen zu identifizieren, ihre Dynamiken zu verstehen und belastbare Erkenntnisse über ihre Wirkmechanismen zu gewinnen.“
