IMI-Aktuell 2026/019

Schulbesuche der Bundeswehr eskalieren

von: 14. Januar 2026

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Schon am 8. Januar berichtete der hauptsächlich über Instagram und Telegram publizierende Kanal Jugend.Info über eine Verdoppelung der Besuche der Jugendoffiziere an Schulen seit 2021. In dem Jahr seien die Jugendoffiziere der Bundeswehr 2558 Mal bei Schulen zu Besuch gewesen, 2025 seien es 5527 Besuche gewesen, wie eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag ergeben habe.

Zudem lasse sich der Trend einer Verjüngung der Zielgruppe feststellen: Während lange besonders höhere Schulklassen besucht würden, lägen die jüngeren Jahrgänge nun nahezu gleich auf. Zudem stünden dem starken Anstieg der Besuche an Schulen ein Rückgang der Besuche an Berufsschulen und Universitäten entgegen.

Am 13. Januar berichtete des Portal schließlich (zB. auf Instagram) über eine geplante Rekrutierungsoffensive der Bundeswehr an Schulen: Sie plane „für das erste Quartal 2026 mindestens 144 Besuche an Schulen“ ihrer Karriereberater:innen. Während Jugendoffiziere offiziell nicht für den Dienst an der Waffe werben dürfen, sondern den Schüler:innen Außen- und Sicherheitspolitik – natürlich aus der Perspektive von Militär und Regierung – vermitteln sollen, ist die Nachwuchswerbung die explizite Aufgabe der Karriereberater:innen. Neben Schulbesuchen ist deren klassische Strategie das Auflauern von sich orientierenden Jugendlichen auf Job- und Ausbildungsmessen. Hier sind 170 Werbeauftritte geplant. (pf)