Letzten Sonntag, am 14. Dezember 2025, blockierten rund 1.000 Aktivist*innen mit einer Demonstration die einzige Zufahrtsstraße des Produktionswerkes von Rheinmetall Waffe Munition (RWM) auf Sardinien, wie das Nachrichtenoutlet Pressenza berichtet. Aufgerufen dazu hatte u.a. das Sardische Komittee in Solidarität mit Palästina und zahlreichen Gruppen schlossen sich dem Protest an. RWM produzierte hier die Bomben, die nachweislich im Krieg in Jemen eingesetzt wurden. Momentan stellt RWM hier zusammen mit dem israelischen Unternehmen UVision Kamikazedrohnen bzw. Loitering Munition der Serie Hero her.
Ein Aktivist berichtet, RWM habe die Nachmittagsschicht vormittags noch vor Beginn der Demonstration in die Fabrik fahren lassen – und die Frühschicht konnte die Fabrik bis Ende der Demonstration gegen 17 Uhr abends nicht verlassen. Damit sei es dem Protest gelungen, Rheinmetall durch die Sonderzahlungen an die Arbeiter*innen ökonomisch zu schaden.
Der Protest richtete sich gegen die Waffenhersteller RWM und UVision, aber auch an die Präsidentin der Region Sardinien, Alessandra Todde, die darüber entscheiden soll, ob die rechtswidrig gebaute Erweiterung der Bombenfabrik betrieben werden darf. Der Bau verstößt u.a. gegen die Umweltauflagen. Seit 2016 kämpft die Kampagne Stop RWM gegen die Waffenproduktion und ihre Erweiterung von Rheinmetall Waffe Munition auf Sardinien. (ja)
