Kurz vor dem wohl entscheidenden Treffen über die Zukunft des deutsch-französischen Luftkampfsystems FCAS zeichnet sich eine „Lösung“ ab. So ließ die IG Metall keine Zweifel daran aufkommen, dass aus ihrer Sicht eine Zusammenarbeit mit dem französischen „Partner“ Dassault nicht mehr möglich sei: „Die deutsche Politik und Industrie haben aus unserer Sicht bei FCAS von Beginn an Zugeständnisse gemacht. Trotzdem ist Dassault von Anfang an bemüht, uns zu diffamieren, zurückzudrängen und gegen uns zu arbeiten“, wird aus einem Brief von Jürgen Kerner, Zweiter Vorsitzender der IG Metall, und Thomas Pretzl, Gesamtbetriebsratsvorsitzender Airbus Defence and Space, bei hartpunkt.de zitiert. Adressaten waren Finanzminister Lars Klingbeil und Verteidigungsminister Boris Pistorius. Es brauche „eine kluge Neuaufstellung von FCAS“, die in Form einer Zwei-Kampfflugzeuge-Lösung denkbar sei. Wie Security.Table (#375) heute berichtet, soll sich auch der einflussreiche Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) für eine Variante mit „zwei leistungsstarken Flugzeugen der nächsten Generation“ ausgesprochen haben. (jw)
