Florian Warweg macht in einem aktuellen Bericht aus der Bundespressekonferenz bei den Nachdenkseiten auf eine Analyse der niederländische Tageszeitung Trouw zusammen mit der Organisation Dronewatch aufmerksam. Diese hat Presseberichte und offizielle Statements zu 61 Vorfällen gesammelt und kommt zu dem Schluss, dass es sich ganz überwiegend um Fehlalarme gehandelt habe und nur in wenigen Fällen Hinweise auf feindliche Absichten oder ausländische Akteure vorliegen würden: „in most cases, no drone was ever confirmed — and hard evidence of a foreign actor is almost entirely absent.“
Es wird auch darauf hingewiesen, dass nach der Aktivierung von Erkennungssystemen in Belgien zu einem drastischen Rückgang solcher Meldungen geführt habe – was sich natürlich auf zwei Arten interpretieren lasse::
„In Belgium, the installation of additional detection systems from various countries appears to have made an immediate impact. Interestingly, the number of sightings dropped sharply once the new equipment went online. This may mean that malicious actors were deterred — but it could just as well indicate that many earlier sightings were simply misinterpretations.“
So oder so, die Rüstung dürfte profitieren:
„Panic or not, the recent surge in European drone sightings has prompted many countries to accelerate their investments in counter-drone capabilities. Belgium has purchased new Senhive detection systems, complemented by DroneShield jammers to disrupt suspicious flights. The Netherlands is stepping up as well, ordering 100 IRIS drone radars and deploying SkyRanger rapid-fire cannons to neutralise small unmanned aircraft.“
Erstaunlich auch, dass neben diesen kostspieligen Anschaffung eine stärkere Regulierung sogenannter Hobbydrohnen in keinem der betreffenden Länder mit Nachdruck diskutiert wurde – wäre ja eigentlich naheliegend, angesichts der Panik und der potentiellen Schäden…
