Viel Beachtung erhielt dieser Tage der diesjährige Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI. Bemerkenswert ist dabei nicht nur das erwartbare Allzeithoch der Konzernumsätze im Jahr 2024, sondern dass der Löwenanteil davon auf die Zuwächse europäischer und insbesondere deutscher Unternehmen entfällt. Während die Umsätze der Top-US-Unternehmen „nur“ um 3,8% stiegen, kletterten die europäischer Konzerne um satte 13%. Rheinmetall stieg mit einem Zuwachs der Rüstungssparte um 47% auf 8,24 Mrd. Dollar auf Rang 20 der Toprüster. Bei ThyssenKrupp waren es 12% (2,29 Mrd. Dollar und Platz 61), bei Hensoldt 18% (2,24 Mrd. Dollar und Platz 62) und bei Diehl 53% (2,11 Mrd. Dollar und Platz 67).
Ergänzende Daten liefert der deutlich weniger beachtete Jahresbericht 2024 über die europäischen Rüstungsunternehmen der größten Lobbyorganisation ASD. Demzufolge stieg Umsatz der EU-Rüstungsindustrie von 161.100 Mrd. Euro (2023) auf 183.400 Mrd. Euro (2024) um 13,8% an. Die Beschäftigtenzahl in der EU-Rüstungsindustrie wird für 2024 mit 633.000 und einem Anstieg um 8,6% angegeben. (jw)
