Militärtransporte sind eine Belastung für Straßen und den normalen Verkehrsfluss. Sie belasten ohnedies marode Verkehrswege noch einmal mehr und führen nicht selten auch deren Kollaps herbei: sie sind schwer und im Falle von Kettenfahrzeugen auch nicht gerade zimperlich zur Oberfläche. Zudem sind sie in den Verkehr einzugliedern, oder besser: militärische Konvois fügen sich nicht einfach ein, sie konkurrieren mit dem normalen Verkehr und behindern ihn. Deshalb galt bisher, dass Militärkonvois bei den zivilen Behörden anzumelden sind, damit diese Maßnahmen ergreifen können, dass alle Verkehrsteilnehmer auf ihre Kosten kommen und ggf. bereits marode Straßen nicht überbelastetet werden. Das kann man sinnvoll finden, oder nicht mehr zeitgemäß.
Der grüne NRW-Verkehrsminister Oliver Krischner findet, das könne schneller gehen und hat nun mit dem Landeskommando NRW ein Abkommen geschlossen, dass diese ihre Fahrten in Konvois nur noch ankündigen müssen. Telefonat reicht und der Weg an die Ostfront durch NRW ist frei. Naja auch nicht ganz, wie der Artikel darüber in der WAZ schließt: „Problematisch ist allerdings der schlechte Zustand der Straßen in NRW. Schwere Militärtransporte können daher nicht einfach so jeden Weg nutzen.“
Aber nun ist ja Geld für die Infrastruktur da, die Löcher zu flicken, die die Bundeswehr erst reißen wird. (as)
