Mit stolzgeschwellter Brust durfte heute Rheinmetall-Chef Armin Papperger seine „Erfolgsbilanz“ im Deutschlandfunk präsentieren. Besonders ärgerlich ist auch die Art, wie er versuchte, das „Jobwunder Rüstungsindustrie“ zu vermarkten. Bei Rheinmetall würden derzeit 40.000 Beschäftigte arbeiten, wegen der hervorragende Auftragslage würden es bald 70.000 sein. Der Rheinmetall-Chef „vergisst“ dabei natürlich zu erwähnen, dass natürlich Arbeitsplätze geschaffen werden, wenn ein Sektor derart mit Milliarden zugekübelt wird, wie es aktuell bei der Rüstungsindustrie der Fall ist. Allerdings sind die Effekte wegen der hohen Wertschöpfung sehr gering und in jedem anderen Segment größer. Ingar Solty schrieb dazu bereits vor einiger Zeit in der Berliner Zeitung: „Die Erwartungen an den Beschäftigungseffekt der Hochrüstung [sind] eher gering: […] Investitionen in Infrastruktur, Klimaschutz, Gesundheit, Bildung usw. hätten einen 2- bis 3-mal höheren Beschäftigungseffekt.“ (jw)
