Kurz nach dem Ende des sog. 12-Tage-Krieges zwischen Israel und dem Iran im Juni 2025 veröffentlichte die IMI eine Rede, in der es u.a. hieß: „Trotz des Leides, das die iranischen Gegenangriffe gerade auch in der israelischen Zivilbevölkerung hervorrufen (auch wenn es vermutlich nicht vergleichbar ist mit der Panik in Teheran und anderen iranischen Städten), wirken diese Gegenangriffe doch eher hilflos.“
Mittlerweile mehren sich die Hinweise, dass die Einschätzung der „eher hilflosen“ iranischen Gegenangriffe womöglich voreilig war – und ggf. auch eine Folge israelischer Zensur.
So hat France24 einen Beitrag veröffentlicht, der auf Recherchen zu den Schäden der iranischen Raketenangriffen beruht. Er bestätigt einerseits, dass ein Großteil der iranischen Raketen, die nicht abgefangen wurden, zivile Ziele traf, zitiert jedoch die Einschätzung, dass dies Absicht gewesen sei. In einigen Fällen jedoch seien zivile Ziele sehr nah an militärischen Einrichtungen zerstört oder beschädigt worden, in anderen Fällen seien tatsächlich relevante Infrastruktur und militärische Einrichtungen getroffen und tw. erheblich beschädigt worden. Vor allem im letzteren Fall habe Israel durch Zensur zumindest zunächst erfolgreich dafür gesorgt, dass diese Treffer nicht öffentlich bzw. nicht über sie berichtet wurde.
Zu den getroffenen militärischen Zielen werden u.a. genannt: „Camp Moshe Dayan, just a few hundred metres from the headquarters of the Israeli intelligence service Mossad“, Kirya („The Kirya is home to both the headquarters of the Israel Defense Forces (IDF) and the Israeli Ministry of Defence“), „the airbase in Tel Nof, to the south of Rehovot“, „Camp Zipporit, located to the north of Nazareth“. Als relevante Infrastruktur werden u.a. eine wichtige Ölraffinerie im Hafen von Haifa, das (militärisch relevante) Weizman-Institut in Rehovot und der „cyber campus“ bei Beersheba genannt.
In Tel Nof wurden ubrigens seit April 2025 wieder Bundeswehrsoldaten in der Bedienung der Drohne Heron TP (Projekt Roter Baron) ausgebildet…
