IMI-Aktuell 2019/400

Obor auf russisch

von: 10. Juli 2019

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Das milliardenschwere  chinesische Infrastrukturinvestitionsprogramm zum Aufbau einer neuen Seidenstraße gilt vor allem in den USA (und den vielen transatlantisch orientierten Kreisen hierzulande) als ernste Bedrohung der westlichen Vormachtstellung. Wie Telepolis berichtet, scheint nun auch Russland ein umfangreiches Investitionsprogramm aufgelegt zu haben, mit dem sich ein Eurasischer Wirtschaftsraum weiter verdichten soll: „Das auf sechs Jahre angelegte und ehrgeizige Programm soll mit einem Budget von fast 100 Milliarden US-Dollar die Verkehrsinfrastruktur Russlands modernisieren und ausbauen: Autobahnen, Flughäfen, Häfen, Schienenverkehr. Damit soll Russland im Inland besser verbunden werden, aber es geht um Größeres. Russland soll zur Drehscheibe des eurasiaschen Wirtschaftsraums von Portugal bis China werden. […] Aus der Sicht Washingtons ist der sich aufbauende eurasische Handelsraum, der die üblichen, von den USA noch kontrollierten Schifffahrtswege umgeht, ein Albtraum.“ (jw)

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