IMI-Aktuell 2019/329

Beraterverträge: Accenture bevorzugt

von: 7. Juni 2019

Drucken

Hier finden sich ähnliche Artikel

Die Firma Accenture und die Person Timo Noetzel stehen im Zentrum des Skandals um zugeschanzte Beraterverträge im Verteidigungsministerium (siehe IMI-Aktuell 2019/058). Noetzel tat sich schon früh mit überaus aggressiven Pamphleten, u.a. zu deutschen Aufstandsbekämpfungsstrategien hervor (siehe IMI-Analyse 2008/001) und versilberte dann sein „Fachwissen“ über die Firma Accenture. Verwickelt war auch Erhard Bühler, der inzwischen zur NATO wegbeförderte „Vater“ des neuen Fähigkeitsprofils der Bundeswehr (siehe IMI-Analyse 2017/11), der Taufpate eines der Kinder von Noetzel ist. Nun kamen beim Untersuchungsausschuss im Bundestag laut Augengeradeaus neue Details zutage: „Im Untersuchungsausschuss des Bundestages zu umstrittenen Beraterverträgen in Verteidigungsministerium und Bundeswehr hat ein Vertreter der Planungsabteilung offensiv eingeräumt, dass eine bestimmte Beraterfirma für ein Projekt gezielt gewünscht und angeheuert worden sei. Aufgrund der guten Erfahrungen mit dem Unternehmen Accenture in vorherigen Projekten und der Expertise der weltweit tätigen Firma sei diese der Wunschkandidat gewesen, sagte Oberst Michael Mager, Leiter des Referats Grundsatz Planungsprozess.“ (jw)

Ähnliche Artikel