IMI-Aktuell 2019/286

EU-Rüstungsprojekte: Paketlösungen

von: 19. Mai 2019

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Um die Führung der geplanten deutsch-französischen Rüstungsprojekte Kampfpanzer und Kampfflugzeug gibt es seit Jahren ein heftiges Gerangel zwischen Pars und Berlin (siehe IMI-Analyse 2019/03). Nun berichtet das Handelsblatt über neue die Paketlösungen, die den Weg für baldige Vertragsunterzeichnungen ebnen sollen: „Anders als in der Vergangenheit wollen Deutsche, Franzosen und Spanier das Kampfflugzeug der Zukunft (FCAS) gemeinsam entwickeln. Die Basis dafür ist gelegt, in vier Wochen bei der Luftfahrtschau in Le Bourget sollen Verträge für konkrete Aufträge an die Industrie unterzeichnet werden. Lange gab es Reibereien darum, wer wo die Führung haben soll. Auch beim Kampfpanzer der nächsten Generation, der deutsch-französisch entwickelt und gebaut werden soll, hakt es manchmal. Die Aufträge, um die es geht, erreichen aber so hohe Milliardenbeträge, dass keine Seite ein Interesse daran haben kann, den Streit hochkochen zu lassen. Das führt zu neuartiger Flexibilität: Beim FCAS sorgten die Erzrivalen Dassault und Airbus dafür, dass der französische Elektronik- und KI-Spezialist Thales seine Ansprüche zurücksteckte. Beim Panzer zeigen die Franzosen nun Bereitschaft, Rheinmetall die Teilnahme zu ermöglichen.“ (jw)

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