IMI-Aktuell 2019/169

Panzerbauer: Megafusion?

von: 14. März 2019

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Bereits im Juli 2015 schloss sich der deutsche Panzerbauer Krauss-Maffei-Wegmann (KMW) mit der französischen Nexter zum Konsortium  KNDS zusammen, das wohl den künftigen deutsch-französischen Kampfpanzer mit einem erwarteten Umsatz von bis zu 100 Mrd. Euro bauen soll – beide Unternehmen halten 50 Prozent der Anteile. Die Bundesregierung hätte es allerdings lieber gesehen, wenn es vor diesem Zusammenschluss zuerst zu einer Fusion von KMW mit Rheinmetall zu einem deutschen Superpanzerbauer gekommen wäre, um „den Franzosen“ so aus einer Position der Stärke gegenüberzutreten (IMI-Standpunkt 2014/049)

Mit einiger Verzögerung könnte sie nun ihren Willen bekommen, schreiben die Westfälischen Nachrichten: „Mit hervorragenden Geschäftszahlen im Rücken behält der Rüstungskonzern Rheinmetall die Übernahme des Konkurrenten Krauss Maffei Wegmann (KMW) im Visier. Man sei auf einem guten Weg, sagte Rheinmetall-Chef Armin Papperger am Mittwoch in Düsseldorf. «Wir haben gesprochen und es gibt eine Bereitschaft, dass man Anteile bekommen kann.» Es geht um den 50-Prozent-Anteil von KMW an der deutsch-französischen Rüstungsholding KNDS, die zur anderen Hälfte dem französischen Staatsunternehmen Nexter gehört. Beide Firmen haben ihre Geschäfte in diese Holding eingebracht – kauft Rheinmetall den KMW-Anteil komplett, würde es den Münchner Konzern schlucken. […] Würde Rheinmetall bei KNDS einsteigen, würde die deutsche Seite in dem Gemeinschaftsunternehmen wesentlich gestärkt. Branchenexperten zufolge könnte Rheinmetall auf lange Sicht eigenes Geschäft in die Holding einbringen, wodurch der Anteil der Düsseldorfer auf bis zu 75 Prozent steigen könnte.“ (jw)

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