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IMI-Aktuell 2020/069

SDA: 1000 Satelliten?

(22. Januar 2020)


Die US-amerikanische Space Development Agency des Pentagons, welche erst im März 2019 errichtet wurde, plant rund 1000 Satelliten bis zum Jahr 2026 im Orbit zu haben. Bereits im Jahr 2022 sollen erste dutzende Satelliten lanciert werden und die weiteren sollen in zwei Jahresabständen folgen. Die ersten Satelliten sollen fünf Jahre nutzbar sein und dann durch neuere mit ausgefeilterer und verbesserter Technologie ersetzt werden. Die Kosten pro Satellit werden auf rund 10 Millionen $ geschätzt. Mit Hilfe der Satelliten sollen u.a. Echtzeitinformationen zu den Soldat*innen sowie zu den Waffensystemen gelangen und Bedrohungen am Boden aufgespürt werden. (ja)

IMI-Aktuell 2020/068

Indischer Ozean: „Mare Nostrum“

(22. Januar 2020)


Bei German-Foreign-Policy.com wird aus einer Rede des Inspekteurs der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause, zitiert. In seiner Ansprache bei der 60. Historisch-Taktischen Tagung brachte der u.a. den Indischen Ozean als mögliches künftiges Einsatzgebiet der Marine ins Spiel: „Wenngleich das Mittelmeer nichts von seiner strategischen Relevanz für Deutschland und Europa eingebüßt hat – Das neue ‚Mare Nostrum‘ der Welt, meine Damen und Herren, ist der Indische Ozean. 35 Prozent aller Exporte der Europäischen Union durchqueren diesen Ozean auf ihrem Weg Richtung Ostasien, Tendenz steigend. Insgesamt passieren heute 50 Prozent des weltweiten Containerverkehrs und 70 Prozent des weltweiten Handels mit Öl die Seewege des Indischen Ozeans. […] Die jüngsten Entwicklungen – beispielsweise in der Straße von Hormuz und im Südchinesischen Meer – zeigen, dass diese regelbasierte Ordnung nicht selbstverständlich ist. Deshalb muss sie geachtet, geschützt und gegebenenfalls auch durchgesetzt werden.“ (jw)

IMI-Aktuell 2020/067

Libyen: Hochgefährlich

(21. Januar 2020)


Im Lichte diverser Forderung nach einem EU-Militäreinsatz in Libyen mit substantieller deutscher Beteiligung zitiert die Welt einen nicht näher genannten „hohen EU-Diplomaten“ mit den Worten: „Der EU-Einsatz in Libyen wäre hochgefährlich und der riskanteste Einsatz in der Geschichte der Europäischen Union. Es gibt rund 150.000 schwer bewaffnete Milizen, die unberechenbar sind.“ (jw)

IMI-Aktuell 2020/066

Cyber Innovation Hub: Verschwendung

(21. Januar 2020)


Es galt als ultrainnovativer Ansatz, sich seitens der Bundeswehr an Start-Ups ranzupirschen, um ihre Entwicklungen gegebenenfalls für die Bundeswehr nutzbar zu machen. Nun kam heraus, dass sich die „Soldaten“ des Cyber Innovation Hub gut haben gehen lassen, wie tagesschau.de berichtet: „Das Cyber Innovation Hub der Bundeswehr soll neue und für das Militär interessante Entwicklungen im IT- und Internet-Bereich vorantreiben. Doch die Kosten für das Millionenprojekt stehen massiv in der Kritik. […] Vier Spielkonsolen für 3285 Euro, vier Grüne Samtsofas für 10.648 Euro, fünf Profi-Kaffee-Vollautomaten für 23.292 Euro – die Bundeswehr hat für ihre 25-köpfige Startup-Crew eine nette Arbeitsatmosphäre geschaffen. Zu diesem Ergebnis kommt ein nicht-öffentlicher Bericht aus dem Beschaffungsamt der Bundeswehr.“ (jw)

IMI-Aktuell 2020/065

Hormuz: Kein deutsches Militär

(21. Januar 2020)


Augengeradeaus liefert mehr Details zur Unterstützung europäischer Staaten einer französischen ´Marinemission am Persischen Golf: „Es geht um die politische Unterstützung. Die praktische Beteiligung, zumindest mit Kriegsschiffen, scheint nicht zwingend dazuzugehören; und eine deutsche militärische Beteiligung nicht geplant.“ (jw)

IMI-Aktuell 2020/065

US-Atomwaffen: Zahlen

(21. Januar 2020)


Soeben sind die aktuellen US-Atomwaffenzahlen des Bulletin oft he Atomic Scientists erschienen. Demzufolge verfügen die USA über 1750 montierte Atomwaffen, 150 taktische Waffen, die in Europa stationiert sind sowie eine jederzeit relativ schnell montierbare „Reserve“ von 2.050 Sprengköpfen. Außerdem zum Inventar gehören noch 2.000 inaktive, prinzipiell aber noch funktionsfähige Sprengköpfe – das Gesamtarsenal beläuft sich demzufolge auf 5.800 Sprengköpfe. (jw)

IMI-Aktuell 2020/064

Hormuz: EU-Einsatz

(20. Januar 2020)


Reuters berichtet, u.a. Deutschland wolle sich nun an einem EU-Einsatz zur Kontrolle der Tankerrouten am Persischen Golf beteiligen: „A European-led naval mission in the Straits of Hormuz – a vital shipping route for world transport that has been impacted by military tensions in the Middle East – has won more political support from countries, said the French government on Monday. The French foreign affairs ministry said the mission now had the political support of Germany, Belgium, Denmark, Greece, Italy, the Netherlands and Portugal, besides France itself.“ (jw)

IMI-Aktuell 2020/063

Bae-Systems: Zukäufe

(20. Januar 2020)


Die Wirtschafswoche berichtet über massive Zukäufe des Rüstungskonzerns Bae-Systems: „Der Rüstungs- und Luftfahrtkonzern BAE Systems stärkt sich mit zwei Zukäufen im Militärbereich. Für rund 1,93 Milliarden Dollar (rund 1,74 Mrd Euro) erwerben die Briten das weltweite Geschäft mit GPS-Systemen vom US-Unternehmen Collins Aerospace. Zudem legen sie 275 Millionen Dollar für das Geschäft mit Militär-Funksystemen des US-Konzerns Raytheon auf den Tisch.“ (jw)

IMI-Aktuell 2020/062

Libyen: Truppenforderung

(20. Januar 2020)


Ein ums andere Mal ruft FAZ-Kommentator Johannes Leithäuser lautstark danach, Deutschland müsse die „Kultur der militärischen Zurückhaltung“ ad acta legen (siehe IMI-Analyse 2016/29). Nun richtet er sein Augenmerk auf die Forderung nach deutschen Truppen in Libyen: „Die dadurch entstandene Führungsrolle wird Konsequenzen haben: Schon ruft der von den UN gestützte libysche Regierungschef, aber auch der neue EU-Außenbeauftragte nach einer internationalen Blauhelmtruppe, um den Frieden und den staatlichen Aufbau in Libyen zu sichern. An beidem, an der Herstellung von Sicherheit wie an der Konstruktion eines libyschen Gemeinwesens, wird Deutschland sich maßgeblich beteiligen müssen, und zwar nicht nur um seiner Rolle in Europa willen, sondern weil es auch in deutschem Interesse liegt, Libyen das Schicksal Syriens zu ersparen.“ (jw)

IMI-Aktuell 2020/061

MKS 180: Klage

(20. Januar 2020)


Nachdem die Bundesregierung entschied, den Milliardenauftrag für den Bau von vier Mehrzweckkampfschiffen (MKS) 180 an ein niederländisch geführtes Konsortium zu vergeben, wird versucht, hiergegen auf dem Klageweg vorzugehen, berichtet das Handelsblatt: „Die Bundesregierung hat sich mit der Vergabe des Auftrags für den Bau neuer Fregatten an die niederländische Werftengruppe Damen juristischen Ärger eingehandelt. Der im Bieterverfahren unterlege Schiffbauer German Naval Yards (GNY) will den Deal über Gerichte stoppen lassen, wie das Handelsblatt aus informierten Kreisen erfahren hat.“ (jw)

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