IMI-Aktuell 2017/375

PESCO: Exklusiv

von: 28. Juni 2017

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Beim Ratstreffen vergangenes Wochenende wurde beschlossen, innerhalb von drei Monaten die Details zur Aktivierung der „Ständigen Strukturierten Zusammenarbeit“ (PESCO) auszuarbeiten (siehe IMI-Aktuell 2017/369). Dabei würden dann über Teile der EU-Militärpolitik nur noch die Staaten entscheiden (können), die bestimmte – noch präziser zu definierende – Eintrittskriterien erfüllt haben. Der ehemalige Chef der EU-Verteidigungsagentur, Nick Witney, schaltete sich schon vor einigen Jahren in die Debatte mit der Forderung ein, den Zugang auf möglichst wenige, militärisch  besonders „starke“ Staaten zu beschränken (IMI-Studie 2008/8). Im Prinzip ist er weiterhin derselben Meinung, ihm geht es ganz offensichtlich darum, hinderliche kleine und mittlere EU-Länder aus der Entscheidungsfindung herauszudrängen, wie er in einem Text für den European Council on Foreign Relations offen einräumt: „The idea is that an elite group shows the way in combining their defence efforts and resources to get more bang for their euro. […] And, since the treaty authorises the pioneers to self-select, the relatively small number of member states who are serious about defence can aim to press ahead without the further drag of a lot of unwanted hangers-on. […] The sheer mechanical difficulty of getting anything meaningfully discussed and agreed ‘at 28’ has been repeatedly demonstrated. […] So the first move by Paris and Berlin must be to bind in Rome and Madrid. […] So the trick will be to devise a set of criteria and commitments that opens the door to valuable niche contributors such as the Swedes, or Dutch, or Finns, but keeps the initial group to a manageable eight or nine members, at most. And if that proves too tricky, then just start with four.” (jw)

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