IMI-Aktuell 2013/447

EUISS: Armut und Krieg

von: 24. Oktober 2013

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Das „Institute for Security Studies“ der Europäischen Union hat soeben ein Papier veröffentlicht, das sich mit den Ursachen von Bürgerkriegen beschäftigt. Ein wichtiger Faktor seien zur Verfügung stehende Gelder, um Aufständische finanzieren zu können, ein anderer Faktor, der wesentlich zum Ausbrechen von Bürgerkriegen beitrage, sei Armut: „There are, of course, other factors which affect the likelihood of a civil war breaking out. At high risk are also those countries which have a low GDP as the state is less likely to have control over  the whole territory and there is a greater pool of  recruits available to the rebels. Statistically speaking, €1000 less in per capita income corresponds to a 36% likelier chance of civil war. Conversely, a fast-growing GDP provides a certain protection against civil war because the labour market is dense and, therefore, rebel organisations face more difficulties in finding recruits.”

Ein kleiner Absatz zu den schädlichen Folgen der EU-Wirtschaftspolitik wären in diesem Zusammenhang sicher angebracht gewesen, finden sich in dem Papier aber wie zu erwarten war leider nicht (siehe hierzu u.a. IMI-Studie 2010/10). (jw)