V.a. im Krieg in der Ukraine kommen fast täglich neue Modelle und Konfigurationen von bewaffneten Drohnen oder Kamikazedrohnen zum Einsatz, wobei deren Grad an Autonomie beständig wächst. Ob und wann dabei bereits Drohnen in einem vollautonomen Modus zum Einsatz kamen, bei dem menschliche Ziele ohne jede menschliche Beteiligung oder Kontrolle getötet wurden, war und ist Gegenstand von Spekulationen.
Nun berichtet der New Scientist, dass eine bekannte Persönlichkeit der ukrainischen Drohnenindustrie, Alexander Kokhanovskyy, davon berichtet habe, dass es vor zwei Jahren einen solchen Einsatz gegeben habe. Dabei seien zehn Drohnen eines nicht genannten Typs im „Terminator-Modus“ eingesetzt worden mit dem Auftrag, im Zielgebiet ohne jede Kontrolle alles zu töten, was sie entdecken: „The test took place two years ago and involved quadcopter drones that were programmed to fly towards the front line, cover between 3 and 5 kilometres over around 10 minutes and then engage ‚Terminator mode‘, in which an AI model searches for and intercepts targets. ‚We just launch it and we know everything will be dead – everything that will be found there in this particular area will be dead,‘ says Kokhanovskyy.“
Zwar habe es sich demnach um einen „Test“ gehandelt – es gab aber angeblich eine Reihe realer Opfer, angeblich russische Soldaten. Seit dem seien demnach aber keine bewaffneten/Kamikaze-Drohnen mehr in diesem Modus zum Einsatz gekommen. Das sei zwar technisch möglich, biete militärisch aber bislang keine relevanten Vorteile. Es sei aber durchaus üblich, dass die Drohnen sich auf den letzten Metern ins Ziel selbst steuern. Angesprochen wird auch ein System zur Drohnenabwehr, bei dem 64 Abfangdrohnen von lediglich zwei Personen kontrolliert werden könnten. (s. IMI-Standpunkt 2025/029).
