Geld ist ja nun reichlich vorhanden, da kann man auch welche in militärisch fragwürdige Projekte stecken, um die Produktionskapazitäten der Hersteller auszulasten. Dieser Verdacht dränge sich bei zwei jüngsten Beschaffungsentscheidungen auf, argumentiert der eigentlich rüstungsfreundliche Blog Sicherheit & Verteidigung. Genannt wird das Vorhaben, 16 neue Transportflugzeuge Airbus A400M zu beschaffen, deren erste Exemplare erst ab Dezember 2014 zur Auslieferung kamen. Eine “öffentliche Begründung“, weshalb die neuen Exemplare erforderlich seien, „hat das Ministerium bislang nicht vorgelegt.“ Weiter bemerkt der Artikel, „aufschlussreich“ sei die Stückzahl, die exakt die „Auslastung der Fertigungslinie“ des Herstellers Airbus. Das zweite Beispiel sei die Beschaffung eines weiteren Flottendienstbootes der Klasse 424, für die keine Begründung vorgelegt wurde, aber: „Der Werft in Wolgast drohte zu diesem Zeitpunkt eine Auftragslücke.“ (jw)
