Im Frühjahr war u.a. über eine intensivere deutsch-französische Kooperation im Atomwaffenbereich berichtet worden (siehe IMI-Standpunkt 2026/012). Bislang haben sich neun Länder der Initiative zur europäischen Dimension der französischen nuklearen Abschreckung angeschlossen. Wie hartpunkt.de berichtet, kommt nun mit Finnland ein zehntes Land hinzu. Bei der Initiative verbleiben alle maßgeblichen Entscheidungen in französischer Hand. Brisant ist vor allem, dass dabei wohl auch eruiert werden soll, zumindest Teile der französischen Atomwaffeninfrastruktur in den jeweiligen Ländern zu platzieren. Zu den Dimensionen der Zusammenarbeit wird der finnische Verteidigungsminister Häkkänen mit den Worten zitiert: „Beispiele für mögliche Formen der Zusammenarbeit sind der Dialog über die französische Nukleardoktrin, gemeinsame Übungen, bei denen das beitretende Land als Beobachter teilnimmt oder konventionelle Fähigkeiten beisteuert, oder letztlich die zeitweilige Stationierung von Elementen der französischen strategischen Luftstreitkräfte im verbündeten Land.“ (jw)
