Es ist schon interessant, dass der bis dato größte hybride Angriff, für den es relativ klare Urheber gibt, hierzulande kaum Wellen schlägt. Gemeint sind natürlich die Anschläge auf die russischen Pipelines North Stream 1 und 2, für die anfangs – so widersinnig das auch wäre – Russland verantwortlich gemacht wurde. Schon länger gibt es mehr deutliche Hinweise, dass hier hohe ukrainische Regierungskreise involviert waren – Belege für eine direkte Beteiligung bzw. Mitwisserschaft von Präsident Selenskyj liegen öffentlich allerdings bislang nicht vor. Seine jetzigen neuerlichen Bekundungen, seine Regierung sei „niemals offiziell an irgendeiner Operation beteiligt“ gewesen, die etwas mit der Sprengung zu tun gehabt hätte, wirkt allerdings mehr als unglaubwürdig. Die Bundesanwaltschaft jedenfalls geht laut n-tv davon aus, dass „die Pläne für die Anschläge im Auftrag staatlicher Stellen in der Ukraine entwickelt wurden.“ (jw)
