Zwei weitere große Beschaffungsprojekte verzögern sich massiv: Skyranger und der Schwere Waffenträger Infanterie, berichtet u.a. capital.de. Beim Waffenträger sei – zunächst – mit einer Auslieferungsverspätung von elf Monaten und damit im Herbst 2026 zu rechnen, erste Skyranger würden sogar erst im Sommer 2027 erwartet. Die „Performance des Auftragnehmers“, gemeint ist Rheinmetall, so Dokumente des Beschaffungsamtes der Bundeswehr, sei „stark verbesserungswürdig.“
Laut dem Beschaffungsamt in Koblenz seien seit 2022 bei knapp 1500 Projekten größere Mängel von Rüstungsfirmen festgestellt worden und dabei Vertragsstrafen von rund 150 Millionen Euro angefallen, berichtet die Welt. Vor diesem Hintergrund scheint es Pläne zu geben, die Waffenbauer scheinbar bei schlechter Performance stärker in die Verantwortung zu nehmen. Eine interne Bundeswehr-Kommission solle Vorschläge für schnellere Sanktionen erarbeiten.
Für den Militärjournalisten Björn Müller handelt es sich dabei aber um „Nebelkerzen“. Schließlich hätten Exekutive und Legislative selbst mit den Beschleunigungsgesetzen „das Umfeld dürftigen Wettbewerbs für rasche Vertragsabschlüsse bei der #Rüstung geschaffen“, kritisierte er auf Twitter/X. (jw)
