Die in München ansässigen Academics for Justice haben einen Bericht zur Verstrickung einer der größten deutschen Forschungsgesellschaften in die israelische Besatzungsindustrie veröffentlicht. In The Max Planck Society and the Israeli Military-Academic Complex: A Chronicle of Collaboration, Legtitimization and Complicity wird detailliert dargestellt, wie die Forschungsgesellschaft mit der akademischen Welt in Israel verstrickt ist und dabei durchaus auch in Bereichen arbeitet, in denen beispielsweise Antriebe für Waffensysteme gebaut werden. Hierbei arbeitet sie teilweise auch auch direkt mit dem israelischen Militär zusammen, sowie am Technion in Haifa, das vom Rüstungshersteller Rafael und dem israelischen Verteidigungsministerium gegründet wurde.
Außerdem wurden verschiedene Symposien u.a. zu Völkerrecht im Gazakrieg mit Sprechern der israelischen Streitkräfte organisiert, und archeologische Ausgrabungen mit Siedlerverbünden und auf besetztem syrischen Land mit Mitarbeit und Finanzierung der Max Planck Gesellschaft organisiert, wie es zB auch die Tageszeitung nD zusammenfasst.
Der Bericht kreidet besonders an, dass das Statut der Max Planck Gesellschaft, auch aus Lehren ihrer unrühmlichen Vergangenheit zur Zeit des Nationalsozialismus, eigentlich strenge Einschränkungen bezüglich solcher Projekte macht. (pf)
