Während mittlerweile die beiden deutsch-französischen Großprojekte Kamppanzer (MGCS) und Kampfflugzeug (FCAS) faktisch erledigt sind, wurden auch neue Projekte angeschoben, von denen man sich weniger Reibungsverluste verspricht. So deutete Paris im Zusammenhang mit dem deutsch-französischen Verteidigungs- und Sicherheitsrats (DFVSR) an, Berlin an der Produktion der Abwehrraketen SAMP/T NG zu beteiligen. Die Fachseite hartpunkt.de sieht diese Ankündigung an eine deutsche Beschaffungsentscheidung gekoppelt, wodurch man sich zumindest ein Stück von den US-Patriot-Systemen abwenden würde, bei denen „ganz von den Vorgaben der US-Regierung abhängig“ sei. Weiter scheinen beide Länder zu erwägen, die Ariane Group mit der Entwicklung einer ballistischen Rakete von bis zu 2.500km Reichweite zu beauftragen (bislang war man von Deutschland „nur“ von Marschflugkörpern und Hyperschallwaffen ausgegangen). (jw)
