Die Kölner Deutz AG, schwächelnder Motorenbauer mit einer bunten Historie auch im Kriegsgeschäft, ist erst jüngst mit einer Ankündigung aufgefallen, nun doch wieder verstärkt ins Rüstungsgeschäft einzusteigen. Nun ein neuer Paukenschlag: die Deutz AG übernimmt die Flensburger Fahrzeugbau (FFG) für 1,6 Mrd. Euro und damit Deutschlands drittgrößten Panzerbauer nach KNDS und Rheinmetall. Die Inhaberfamilie der FFG erhält ein gutes Drittel aller Deutz-Aktien und wird damit zum größten Einzelaktionär und darf somit munter weiterregieren. Für die FFG ergibt sich aus dem Handel die Möglichkeit, (unausgelastete) Kapazitäten bei Deutz für die Produktion von Panzern zu nutzen – wieder nutzt ein Panzerbauer die Schwäche eines zivilen Betriebs um Umsätze zu erhöhen: Arbeitsplätze werden keine neuen geschaffen. Siehe dazu auch den Bericht im Kölner Stadtanzeiger. (as)
