IMI-Aktuell 2026/381

Afrika: Drohnen

von: 30. Juni 2026

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Nate Allen und Rida Lyammouri haben in der Foreign Affairs einen Artikel über die Rolle von Drohnen in Konflikten auf dem afrikanischen Kontinent veröffentlicht. Einiges kommt darin etwas pauschal her, dafür werden verschiedene Aspekte angesprochen: So hätten Drohnen sowohl bei den Angriffen der LNA auf Tripoli als auch der TDF auf Addis Abeba als auch bei deren erfolgreicher Verteidigung eine entscheidende Rolle gespielt. Als Lieferanten der mittlerweile eher einfachen und billigen, trotzdem entscheidenden Waffensysteme hätten sich dabei neue Akteure wie die Türkei und VAE hervorgetan und die Rolle der traditionellen Großmächte als Lieferanten zentraler Militärtechnologie zurückgedrängt. Es wird auch angesprochen, dass die Möglichkeiten der Regierungen, vermeintlich durch Drohnen mit geringem Aufwand periphäre Regionen zu kontrollieren, sowohl politische Initiativen zu deren Integration als auch andere Truppengattungen und deren Stationierung in der Fläche schwächen könnten und damit einen gegenteiligen Effekt haben könnten. Auch auf die zunehmende Verfügbarkeit von Drohnen durch nichtstaatliche Gruppen wird angesprochen.

Die Schlussfolgerungen entsprechen dem Zeitgeist. Die afrikanischen Staaten sollten sich – nun wieder eher mit Unterstützung der traditionellen Großmächte – eigene Ökosysteme zur Entwicklung und Produktion solcher Waffensysteme aufbauen.