Es gehört ja gerade v.a. in den USA fast zum guten Ton, Trumps Angriff auf den Iran als strategische Niederlage zu kritisieren, welche den Iran gestärkt und die USA geschwächt hätte. So hat Paul Musgrave in der einflussreichen Foreign Policy sogar die Einschätzung vertreten, die „Niederlage in [Trumps] Golfkrieg“ sei eine größere strategische Niederlage als der Vietnamkrieg. Ein weiteres Beispiel unter vielen ist Robert Malley, ehemaliger Chefunterhändler des US-Iran-Atomabkommens und Iranbeauftragter der USA Biden, den die taz interviewt hat. Er behauptet, dass zumindest im Iran diese Wahrnehumng vorherrsche: „Iran ist überzeugt, ohne Grund angegriffen worden zu sein, und fühlt sich als Opfer. Gleichzeitig sehen sie sich durch den Ausgang des Konflikts gestärkt.“
