Der Ex-Airbus-Chef Tom Enders warnt beim Redaktionsnetzwerk Deutschland vor Forderungen nach dem Bau eines Kampfflugzeugs im Alleingang. Er will das Geld lieber in neue Technologien investiert wissen, was womöglich aufgrund seines Aufsichtsratsposten beim Drohnenhersteller Helsing nicht ganz frei von Eigeninteressen ist. Dennoch sind seine groben Kostenschätzungen interessant: „Selbst konservativ gerechnet müsste Deutschland allein für die Entwicklung einen dreistelligen Milliardenbetrag aufbringen. Einsatzreife: frühestens Ende der 2040er-Jahre. […] Die Zukunft der Luftkriegsführung liegt nicht in immer komplexeren, bemannten High-End-Plattformen mit zwanzigjährigen Entwicklungszeiten. Sie liegt in hochintelligenten autonomen Drohnensystemen – im Jargon Unmanned Combat Aerial Vehicles (UCAV) –, bei denen Software, KI-Fähigkeit und kostengünstige Massenproduktion wichtiger sind als Cockpit-Design oder aerodynamische Perfektion.“ (jw)
